Wichtiger Hinweis
Die Informationen in diesem Artikel basieren auf dem aktuellen Stand der Pflegegesetzgebung. Konkrete Ansprüche und Beträge können je nach individueller Situation variieren. Wir beraten Sie gerne persönlich zu Ihren Möglichkeiten – diese Informationen ersetzen keine individuelle Beratung durch Pflegekassen oder Fachstellen.
Was ist Alltagsbegleitung bei Demenz?
• Struktur geben durch feste Tagesabläufe
• Gemeinsame Aktivitäten (Spazierengehen, Spielen, Singen)
• Erinnerungsarbeit (Fotoalben anschauen, Gespräche)
• Begleitung bei Terminen (Arzt, Friseur, Einkauf)
• Beaufsichtigung und Sicherheit
• Aktivierung und Mobilisierung
• Entlastung pflegender AngehörigerWichtig: Alltagsbegleitung ist keine Pflege im medizinischen Sinne, sondern ergänzt diese sinnvoll. Sie wird von geschulten Betreuungskräften erbracht – nicht von examinierten Pflegekräften.
Warum ist Alltagsbegleitung bei Demenz so wichtig?
• Aktivierung: Sinnvolle Beschäftigung erhält Fähigkeiten länger
• Soziale Kontakte: Gegen Isolation und Einsamkeit
• Sicherheit: Jemand ist da, wenn Hilfe gebraucht wirdFür pflegende Angehörige:• Auszeiten: Zeit für eigene Bedürfnisse, Arbeit, Erholung
• Weniger Schuldgefühle: Professionelle Betreuung gibt Sicherheit
• Längerer Verbleib zu Hause: Heimeinweisung kann oft hinausgezögert werden
• Beratung und Unterstützung: Tipps im Umgang mit der Erkrankung
Finanzierung der Alltagsbegleitung
• 131€ monatlich für alle Pflegegrade (1–5)
• Kann vollständig für Alltagsbegleitung genutzt werden
• Nicht genutzte Beträge übertragbar bis 30.06. des Folgejahres40%-Umwandlung (ab Pflegegrad 2)
Bis zu 40% der nicht genutzten Pflegesachleistungen können in Betreuungsleistungen umgewandelt werden:
• PG 2: bis zu 304€ zusätzlich
• PG 3: bis zu 573€ zusätzlich
• PG 4: bis zu 711€ zusätzlich
• PG 5: bis zu 880€ zusätzlichVerhinderungspflege (ab Pflegegrad 2)
Bis zu 1.612€ jährlich, wenn die reguläre Pflegeperson verhindert ist.Kombination: Mit Entlastungsbetrag + 40%-Umwandlung können bei PG3 z.B. bis zu 704€ monatlich für Betreuung zur Verfügung stehen!
Was macht gute Alltagsbegleitung bei Demenz aus?
Spezielle Fortbildung im Umgang mit Demenz (nicht nur allgemeine Betreuungsausbildung)☑️ Biografiearbeit
Kenntnis der Lebensgeschichte ermöglicht besseren Zugang☑️ Validation
Einfühlsamer Umgang mit der Gefühlswelt des Erkrankten☑️ Feste Bezugsperson
Vertraute Gesichter reduzieren Ängste und Verwirrtheit☑️ Flexible Einsatzzeiten
Anpassung an Tagesform und aktuelle Bedürfnisse☑️ Kommunikation mit Angehörigen
Regelmäßiger Austausch über Beobachtungen und Entwicklungen
Typischer Ablauf eines Betreuungsbesuchs
• Begrüßung und kurzes Gespräch
• Orientierung: Wie geht es heute?
• Absprache mit Angehörigen (falls anwesend)Aktivität (60–90 Min.)
• Gemeinsamer Spaziergang im vertrauten Umfeld
• Oder: Spielen, Singen, Fotoalben anschauen
• Aktivierung je nach TagesformPause und Mahlzeit (30 Min.)
• Gemeinsames Kaffeetrinken
• Leichte Unterstützung bei Mahlzeit
• Ruhige GesprächeAbschluss (30 Min.)
• Ruhige Beschäftigung
• Vorbereitung auf Abreise
• Übergabe an Angehörige/Pflegekraft
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
• Bei ersten Überforderungszeichen bei Angehörigen
• Wenn Allein-zu-Hause-Lassen riskant wird
• Vor der Krise: Nicht erst, wenn nichts mehr gehtTypische Warnsignale, dass Hilfe nötig ist:
• Angehörige schlafen schlecht oder sind gereizt
• Hobbys und soziale Kontakte werden vernachlässigt
• Betroffener ist tagsüber oft allein
• Unfälle oder Beinahe-Unfälle häufen sich
Alltagsbegleitung bei Demenz mit Alltagsengel 24
• Biografiearbeit: Wir lernen Ihre Angehörigen kennen
• Feste Bezugspersonen: Vertrauen durch Kontinuität
• Flexible Zeiten: Anpassung an Tagesrhythmus
• Regelmäßiger Austausch: Sie sind immer informiert→ Zum Pillar-Artikel: Alltagsbegleitung & Betreuung
→ Verwandt: Entlastungsbetrag – wofür nutzen?
→ Zur Leistungsseite: Alltagsbegleitung von Alltagsengel 24
Demenzbetreuung anfragen – kostenloses Erstgespräch
Nutzen Sie Ihren Anspruch auf Entlastungsleistungen – wir helfen Ihnen dabei.